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Der Fritz-Gerlich-Filmpreis 2016 geht an: "Fannys Reise" von Lola Doillon

34. Filmfest München 2016

Der Fritz-Gerlich-Filmpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der TELLUX Beteiligungsgesellschaft mbH München gestiftet, in Kooperation mit der Erzdiözese München und Freising.

Mit dem Fritz-Gerlich-Filmpreis wird in diesem Jahr der Film "FANNYS REISE" von Regisseurin Lola Doillon geehrt.

Armin Wouters, Evelyn Hribersek, Daniel Huhn, Caroline Schaper, Carolyn Braun, Charlotte Knobloch, Diana Iljine, Guido Convents, Reinhard Kardinal Marx, Veronica Ferres, Martin Choroba, Bernhard Remmers, Philipp Schall und Nina Fiva Sonnenberg
(Foto: David Friedmann)

Der Filmpreis wird im Hubertussaal im Schloss Nymphenburg im Rahmen des Filmfest München übergeben.

Überreicht wird der Preis von Reinhard Kardinal Marx, die Laudatio hält Veronica Ferres.

"FANNYS REISE" von Lola Doillon mit , Stéphane de Groot, Fantine Harduin Fanny lebt 1943 als jüdisches Mädchen in einem französischen Waisenhaus. Als sie und ihre Freunde dort vor den Nazis aber nicht mehr sicher sind, fliehen sie Richtung Schweiz. Nachdem ihr Helfer verschwunden ist, muss Fanny sich nicht nur um sich, sondern auch um die anderen Kinder kümmern und den Weg über die Berge allein finden.

Jurybegründung:
„Fannys Reise“ ist ein bewegendes historisches Drama, das emotional und spannend die Fluchtgeschichte einer Gruppe von jüdischen französischen Kindern im Jahr 1943 erzählt.
Wenn die 13-jährige Fanny erzwungenermaßen die ganze Last der Verantwortung übernehmen muss, entwickelt der Film seine große emotionale Kraft und macht die Bedrohung nahezu physisch spürbar.

Fanny übernimmt die Verantwortung für andere zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch viel zu jung für eine so große Aufgabe ist; stetig und rasch aber wächst sie über sich hinaus – bis sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um das noch im Niemandsland zurückgebliebene kleinste Kind der Gruppe zu retten.

Glaubwürdig und empathisch spricht der Film damit zentrale Werte an: Mut, Solidarität, Überlebenswille, Über-sich-Hinauswachsen, den Einsatz für andere – Werte, die auch für die Kriterien des Fritz-Gerlich-Preises relevant sind.

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