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Die beste Werbung ist authentisch

Wie Content Marketing Kunden mit Digitalformaten überzeugt

Wir leben im Zeitalter der Werbeverweigerer. TV-Werbung wird weggezappt, Klickraten für Werbebanner im Internet liegen üblicherweise bei unter 0,2 Prozent. In der Krise der klassischen Werbung steckt für Unternehmen die große Chance, ihre Kunden mit wirklich relevanten Inhalten zu erreichen.

„Content Marketing“ heißt das Schlagwort, das die Interessen und Bedürfnisse der Kunden konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Unternehmen produzieren und verbreiten hier eigene Medieninhalte, die Relevanz für die Kunden haben - das heißt, sie zeigen, welches Problem ein Produkt löst, vermitteln hilfreiche Informationen, betreiben Storytelling und dürfen dabei auch unterhalten. Das Werbebudget wird dabei benutzt, um die selbsterstellten Inhalte über das eigene Netzwerk hinaus zu verbreiten.

Gerade für werteorientiert geführte Unternehmen liegt im Content Marketing das große Potenzial, die eigene Leistung über mehr als Preis und Qualität zu definieren.

„Wir erleben heute, dass viele Produkte austauschbar sind oder sich
in Details unterscheiden, die der Laie kaum erfassen kann. Doch wenn der
Absender glaubhaft für Werte steht, die seine Kunden teilen,
kommen ganz neue Argumente in die Kaufentscheidung“
, sagt Philipp Schall, Geschäftsführer von TELLUX next.

Viele Menschen entscheiden sich grundsätzlich, lieber bei dem Drogeriemarkt zu kaufen, der seine Mitarbeiter fördert statt sie zu bespitzeln.

In der Vermarktung hilft es oft, vom Produkt einen Schritt zurückzutreten, weiß Schall, der bereits Werbeformate für IKEA, Mastercard und Coca Cola produziert hat. In der Kommunikation von Coca Cola geht es längst nicht mehr um Brause, sondern um „Happiness“, das als Thema auf Kanälen inszeniert wird. Coca Cola verkauft Glück in Flaschen.

An solchen übergreifenden Themen ausgerichteter „Branded Content“ hat sich in der Kommunikation etabliert. Hier verwendet das Unternehmen unterhaltende fiktionale oder dokumentarische Formate, bei denen die Information zum eigenen Produkt im Hintergrunds steht.

Mercedes-Benz etwa gab mit „Mein neuer Mitarbeiter“ mit Christian Ulmen mehrere Folgen einer Comedy-Reality-Show für den YouTube-Kanal der Marke in Auftrag. Outdoor-Experte Mammut dagegen entschied sich für eine Virtual-Reality-Anwendung, dank der die Kunden die atemberaubendsten Gletscher aus ihrer eigenen Perspektive erkunden konnten.

Je stärker die Branded-Content- Formate über die erzählte Geschichte und die Inszenierung einer Welt funktionieren, desto höheren Anspruch an Dramaturgie und Drehbuch stellt die Produktion. Für Premium-Content-Projekte wie eigene Webserien, Virtual-Reality-Erlebnisse, Apps, Spiele oder dokumentarische Internetformate ist Storytelling-Kompetenz vonnöten, die die Filmproduktion über Jahrzehnte aufgebaut hat.

„Um digitale neue Inhalte und Erzählformen anbieten zu können, haben wir Tellux Next gegründet“, berichtet Martin Choroba, Hauptgeschäftsführer der Tellux-Gruppe, die in 55 Jahren Filmherstellung u.a., zahlreiche Tatort-Folgen und preisgekrönte Filme hervorgebracht hat. Tellux Next überträgt das Know-how der Gruppe ins Digitale. Themen wandern heute quer durch verschiedene Mediengattungen und Zielgruppen, deshalb sollten Unternehmen mitgestalten, wie ihre Themen in neuen Medien stattfinden können.

„Jede Firma muss eine Strategie für ihren digitalen Auftritt haben -oder wirklich gute Gründe, darauf zu verzichten,“ fasst Schall zusammen. „Wir können für Unternehmen und Agenturen anspruchsvolle digitale Content-Formate entwickeln und herstellen, die zu ihrem Wertesystem und ihren Zielgruppen passen. Hochwertige Inhalte authentisch zu präsentieren, ist in den neuen Medien genauso wichtig wie in den alten.“

(cec/psc)

Dieses Interview wurde in der Unternehmerfachzeitschrift BKU Journal 4/2015 veröffentlicht.
Weitere Informationen finden sich hier:
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